Corina drückt die Schulbank…

…und ich muss leise sein. *grummel*

Corina meint, es wäre ganz clever mal wieder die Schulbank zu drücken und tut das auch prompt. Die kommt vielleicht auf Ideen. Dabei bin doch ich dafür eigentlich zuständig – also für die Ideen. Pah. Sie findet, sie könnte ja mal noch ein wenig an ihren buchhalterischen Defiziten arbeiten, damit ihr später (und natürlich auch schon vorher) niemand so leicht was vormachen kann. Als würde ich sie nicht schon genug beschäftigen. Nun ja… dafür ist Corina aber auch der Meinung, ich wäre jetzt schon ein bisschen größer und dürfe jetzt auch selbst mal den ein oder anderen Beitrag hier verfassen.

Nichtsdestotrotz muss ich nun also drei Mal in der Woche ganz still sein. Also… naja… ich muss halt aus der Schreibstube verschwinden, darf nicht an die Tür und – während ich draußen auf der Terrasse mit den Ideenkumpels unterwegs bin – auch nicht ans Fenster klopfen. Dafür räumt sie dann ihren Schreibtisch von all meinem Kram frei und packt ihren Kram drauf um loszulernen. Hallo? Ein aufgeräumter Schreibtisch? Wann gab’s denn so was? Aber das ist ja noch nicht genug. Der Rechner bleibt aus, dem Smartphone werden sämtliche Internetzugangsmöglichkeiten entzogen und es läuft keine Musik. Hier ist immer der Rechner an, wenn Corina daheim ist. Naja und das Smartphone und das Internet… die zwei sind auch immer ganz dicke. Aber dass sie auch noch die Musik ausstellt. Sie kann doch gar nicht ohne. Die läuft, wenn’se früh aufsteht und bevor sie abends ins Bett geht. Auf dem Weg zur Arbeit, während ihrer Pausen. Wenn sie liest. Musik ist immer da. Ick gloob, die meint das wirklich ernst. Mit ihrem Fernlehrgang zur Buchhalterin beim ILS.

der aufgeräumte Lern-Schreibtisch

15 Monate soll das nun so gehen. Boah! Was man in der Zeit alles an Ideen umsetzen könnte. Aber verkehrt ist das wohl nicht… und ich werde wohl mal besser aufpassen, dass sich ihr Schweinehund da nicht dazwischendrängelt. Ich kann ja derweil immer mit ihm Gassi gehen oder so… Und wenn ich ihr fröhlich von der Tasse aus zuwinke, dann lernt es sich bestimmt auch gleich viel besser!

52 Bücher II, Woche 22

Mella mag gern wissen:

Bücherregal für Jugendliche einrichten (welche Bücher gehören gut versteckt ;-) )

Da sag ich doch: Alles rin da, was beliebt!

Das pegelt sich alles früher oder später ein. Die weltbeste Lieblingsschwester beispielsweise hatte einen ganz grottigen Lesegeschmack (sie verzeiht mir das hoffentlich, dass ich das hier schreibe) – damals als’se halt noch keinen so exzellenten Lesegeschmack hatte wie das heute der Fall ist. Sie hat das allerdings ganz famos verborgen. Denn der Hauptteil kam bei uns eh aus der Bibliothek. Ich wage auch zu bezweifeln, dass mein jugendliches Bücherregal meine tatsächliche Lesevorlieben repräsentierte. Die Verwandschaft bekam irgendwann mal gesagt, dass ich EIN Pferdebuch gemocht habe. Danach gab’s ständig Pferdebücher zu Geburtstagen und Weihnachtsfesten.

Ich bin ja der Meinung, dass es keine Lesemuffel gibt – wenn denn dann Eltern und Großeltern mal von der “pädagogisch wertvollen”- und “altersgerechten”-Bücherschiene abrücken. Manchmal ist’s das 3-Fragezeichen-Buch für Kids ab 8 Jahren, das den 12-jährigen in den Bücherbann schlägt oder das aus Elternsicht total langweilige Sachbuch über was-weiß-ich-für-ein-Thema. Und manchmal muss man über seinen Erwachsenenschatten springen, das World-of-Warcraft-Buch zur Kasse tragen um einen begeisterten Fantasieschinkenverschlinger auf seinem Weg zu begleiten.

In diesem Sinne also: Alles rin da, was beliebt!

Die Kinder und Jugendlichen wissen meist schon ganz genau, was sie gerne lesen wollen. Es fragt sie oft leider nur niemand. So zumindest meine Erfahrung während der letzten Jahre bei belauschten Eltern-Kind-Gesprächen in der Buchhandlung. Und wenn das ausgesuchte Buch dann doch mal Murks war, dann konnten sie es wenigstens selbst ausprobieren…

Ein halbes Bärchenpärchen

Mit Bärchenpärchen ist alles klärchen!

Das wissen wir ja spätestens seit das Fellmonsterchen das wohl weltbeste Bärchenpärchen-Stöckchen ins Leben gerufen hat. Von da an wurde die Welt noch viel puscheliger und quiekiger.

Was aber, wenn so ein armes einsames Bärchen einfach keinen Bärchenpärchen-Partner findet? Geht gar nicht, könnte man denken… aber Misery Bear schafft das Undenkbare und muss wohl schweren Herzens als der einsamste Bär der Welt benannt werden. Schanüff.

Cover via Rowohlt

Was er schon alles unternommen hat, um nicht mehr der einsamste Bär der Welt zu sein, kann man seit Dezember letzten Jahres in seinem ganz eigenen Buch nachlesen. Es ist herzzerreißend und wie da schon erwähnt ein Buch, dass eigentlich längst in jedem Bärchenpärchen-Fan-Bücherregal stehen sollte!

Leseprobe gefällig? Dann klicke man einfach >>hier<<.

Wer aktuell mit Misery Bear mitfiebern möchte, dem sei an dieser Stelle auch seine FB-Seite ans Herz gelegt.

Eine kleine Hilfe für flutgeplagte kleine Buchhandlungen

Während die Kleine Idee und ich noch auf den Traum der eigenen Buchhandlung hinarbeiten, stehen andernorts einige dem Hochwasser geschuldet vor den Scherben ihres Traums. Das trifft nicht nur so eine kleine wuselige Idee ganz schön. Vorzustellen, was in den betroffenen Gebieten gerade vor sich geht, fällt trotz aller Bilder, die durchs Internet wimmeln schwer.

Das Sozialwerk des Deutschen Buchhandels ruft zu Spenden für betroffene Buchhandlungen, Verlage sowie Mitarbeiter auf und dem kommen wir hier – wenn auch nicht mit einer Wahnsinnssumme – gerne nach.

Einen anderen Spendenaufruf startete der Verlag André Thiele: Wer spenden mag und dabei auch noch ein Buch erhalten möchte, kann sich bei der Aktion “Fluthilfe Buchhandel 2013″ beteiligen. Dort stellen immer mehr unabhängige Verlage Bücher für Spendenwillige als Dankeschön zur Verfügung. Wie’s funktioniert und welche Bücher es als Dankeschön gibt, liest man am besten auf der Info-Facebookseite nach. Alle Spendenerlöse aus dieser Aktion gehen ohne Abzüge ans Sozialwerk des Deutschen Buchhandels.

Wir drücken hier in jedem Fall allen betroffenen Sortimentern und Verlegern die Daumen auf ein schnelles Ende dieser Katastrophe und noch viel mehr für ein hoffentlich glimpfliches Davonkommen!

52 Bücher II, Woche 21

Ein bestimmtes Genre.

schlug Sarah und suchte das Fellmonsterchen ganz puscheligwuschelig aus dem Pool der Motto-Vorschläge aus.

Ein bestimmtes Genre gibt’s – wie wohl bei den meisten – nicht in meinem Bücherregal. Ich denke mal, da würde sich zu jedem Genre irgendwas finden lassen (und wenn wir dabei kräftig um die Ecke denken). In letzter Zeit sind da – nicht nur Kleine-Ideen-bedingt – einige Sachbücher hinzu gekommen, um die ich früher eher einen Bogen gemacht hätte.

Cover via Dumont

Das letzte war dann nach Selbstanregung dank der grandiosen Geburtstagstombola Jürgen Schaefers “Die Kunst des Querdenkens”. Ich hoffe der glückliche Gewinner hat das Buch ebenso fasziniert verschlungen wie ich.

Dem ist eigentlich nur noch die spannende Aufarbeitung soziologischer Experimente im Hinblick auf Meinungsbildung und Gruppendynamik hinzuzufügen, die Schaefers Buch zu einem Lesegenuss werden lässt.

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